Neue Verkabelung der Module

Wenn die Technik wächst und wächst und wächst ...

alte Verkabelung

diese "mitwachsende" Erfahrung hat bestimmt nicht nur unser eigener Verein gemacht. Es liegt einfach in der Natur der Dinge, dass es immer wieder etwas gibt, was die Anlage bereichert. Mal ist es eine Elektronik, welche etwa Lichteffekte erzeugt oder eine Ergänzung der Steuerung.

Leider hinterlässt jede Ergänzung ihre Spuren. Häufig müssen Klemmen zur Spannungsversorgung neu verklemmt oder gar erweitert werden. Je nach Maßnahme wachsen ganze Kabelbäume unter der Anlage, deren Wurzeln und Verästelungen sich im Nachhinein nicht immer sofort erschließen.


ZwinkerndGlücklicherweise gibt es fast immer gut gepflegte Dokumentationen. 

 

Wir beabsichtigen mit unserer neu strukturierten Verdrahtung einerseits eine aufgeräumte Verkabelung herzustellen und andererseits eine betriebssichere Grundlage zu legen. Obendrein soll das ganze leicht erweiterbar bleiben.

Dann suchen wir nach Alternativen

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So einfach gestaltet sich die neue Flachbandverkabelung bei unseren EBF-Modulen. Wie es funktioniert wird weiter unten beschrieben. Bei unseren Erprobungen an unserem vereinseigenen Testkreis, auf dem nahezu alle elektronischen Komponenten vorhanden sind, wie sie auch auf der großen Modulanlage eingesetzt werden, hat sich dieses einfache, aber elegante System bewährt.

auf Bewährtes setzen

files/bilder/technik/elektronik/verkabelung/xlr_buchse.pngGemäß unserer Vereinsmodulnorm wird der Fahrstrom über robuste XLR-Stecker übertragen. Die drei Kontakte sind folgendermaßen belegt:

Pin Belegung
1
2
3
braun -> gemeinsame Masse
schwarz -> DCC-Signal für Dekoder
rot -> Fahrspannung (Gleis)

 

Pin 2 und Pin 3 sind im Prinzip idendisch. Allerdings werden die Signale über getrennte Booster gespeist. Sollte die Fahrspannung durch einen Kurzschluss am Gleis ausfallen, können dennoch sämtliche Weichen und Signale über die schwarze Leitung angsprochen werden.

Schon bei der letzten Überarbeitung der Module sind wir dazu übergeganen auf der einen Seite eine Buchse fest zu montieren und am anderen Ende schafft eine kurze Kabelpeitsche die Verbindung zum nächsten Modul.

Diese Technik hat sich bei der letzten großen Ausstellung bewährt und ließ eine zügige Verkabelung zu, weshalb wir an dieser Stelle keine Änderungen vornehmen.

Neun Pins - ein Bus

D-SUB-PlatineHerzstück der "neuen" Verkabelung ist diese kleine Lochrasterplatine und ein handelsübliches DSUB-Verlängerungskabel. (www.reichelt.de)

Diese Kabel gibt es in den Längen drei bzw. fünf Metern. Für unsere Module deren Längen bis maximal zwei Meter betragen sind sie völlig ausreichend.

Die Montage gestaltet sich sehr einfach. Das DSub-Kabel wird in der Mitte durchgeschnitten, dann etwa 5 cm abgemantelt, die Adern abisoliert und angelötet. 

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Die Falschfarbendarstellung der Leiterbahnen entsprechen den Adernfarben des DSub-Kabels. Zur störungsfreien Funktion sind die beiden Leiterbahnen 1 und 6 zu unterbrechen. Hier liegen über die Dioden +12V an. Die restlichen Leiterbahnen sind 1:1 durchverbunden. 
Mit der etwas eigenartigen Diodenschaltung hat es folgende Bewandnis:
Bei Modulen, welche über ein eigenes Netzteil verfügen, bei uns sind es alle Module mit Weichen, speisen über das braun/gelbe Leitungspaar die Versorgungsspannung von +12V ein. Diese Spannung wird über den Pfostenstecker und Flachbandkabeln den einzelnen Platinen zur 'Verfügung gestellt.
Gleichzeitig wird über die Dioden die Spannung an die Pins 1 und 6 gelegt. Damit ist es möglich kleine Verbraucher, wie zB ein paar LEDs auf benachbarten Modulen, die kein eigenes Netzteil besitzen, mit Energie zu versorgen.
Sollte das benachbarte Modul ein eigenes Netzteil besitzen. wird durch die Dioden die Fremdspannung einfach abgeblockt. Somit braucht man beim Planen neuer Modulkombinationen der Spannungsversorgung keine Beachtung schenken.
Bei Modulen ohne eigenes Netzteil wird anstatt der Dioden einfach ein Drahtbrücke eingelötet.

Farben der DSub-Kabel

Pin Farbe Belegung Bemerkung
1
2
3
4
5
6
7
8
9
braun oder rosa
rot
orange
gelb
grün
blau
violett
grau
schwarz oder weiß
GND
Railsnc -
LocoNet-Signal
Railsync +
+ 12V
GND


+ 12 V
Pin 1 und Pin 6 auf Platine gebrückt



Pin 5 und Pin 9 auf Platine gebrückt

Die Steckerbelegung entspricht der Beschaltung von Peter Gilling. Siehe www.rocrail.net.

 

© Eisenbahnfreunde99 Text&Bild Karlheinz Oestreicher