Kloster Bebenhausen

Nach monatelanger Tüftelei an unzähligen Details sind wir stolz auf unsere Klosteranlage nach dem Vorbild in Bebenhausen.

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Das dreiteiige Modul soll erstmals bei der großen Modellbahnausstellung am 4. und 5. Nov. der breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Das Ausflugsziel

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Einst war ein Kloster eine Anlage in der Menschen, besser gesagt Mönche oder Nonnen, in einer gemeinschaftlichen, auf die Ausübung ihres Glaubens konzentrierten, Lebensweise zusammenleben.
Eine übliche Klosteranlage bestand im Wesentlichen aus Kult-, Wohn- und Wirtschaftsgebäuden und eventuell noch weiteren Bauwerken.

In unserem Kulturraum sind insbesondere christliche Klöster bekannt, die größtenteils der katholischen und der protestantischen Kirche angehören.

Bebenhausen selbst liegt nördlich von Tübingen. Vermutlich gelangte Bebenhausen 1046 oder 1057 durch eine königliche Schenkung an die Speyrer Bischofskirche. Ein Gütertausch mit dem Bistum Speyer war nun eine Voraussetzung für das um 1183 gestiftete Kloster beim Dorf Bebenhausen.
Die Schenkung wurde 1188 vom Bischof von Speyer beurkundet und 1193 durch Kaiser Heinrich VI. bestätigt.
Das Kloster wurde – der Konzeption Bebenhausens als Grablege für die pfalzgräfliche Familie entsprechend – zunächst von Prämonstratenserchorherren besiedelt, die vielleicht aus Marchtal (Obermarchtal bei Ehingen) kamen.

Geschichte des Klosters in Kurzfassung

Als Zisterzienserkloster besaß Bebenhausen keinen Vogt. Schutz bot zunächst im Namen des Königs der Tübinger Pfalzgraf.Im Spätmittelalter wandelte sich die Schutzherrschaft. Bebenhausen fand sich nun eingebunden in die pfalzgräfliche Landesherrschaft, die wiederum 1342 an die Grafen von Württemberg verkauft bzw. verpfändet wurde.

Im Verlauf der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts verstärkte sich die Landsässigkeit der Zisterze bis hin zur Landstandschaft. Bebenhausen wurde zu einem württembergischen Prälatenkloster, gehörte zu den Landständen innerhalb des Herzogtums und war seit 1498 auf den württembergischen Landtagen vertreten. Als nach einem habsburgischen Zwischenspiel (1519–1534) Herzog Ulrich I. von Württemberg (1498–1550) die Rückeroberung seines Territoriums gelungen war, führte er in seinen Prälatenklöstern die Reformation ein (1534). Auch Bebenhausen war davon betroffen, die katholische Klosterzeit neigte sich zu Ende, nachdem die Zisterze schon im Rahmen des Bauernkriegs 1525 Schaden genommen hatte. Neuzeitliche Nutzung Kloster und Klosterschule Nach Einführung der Reformation in Bebenhausen gingen die Mönche, die am alten Glauben festhielten – es war rund die Hälfte von 36 Brüdern –, nach Stams in Tirol bzw. Tennenbach im Breisgau. Katholische Mönche sollten aber noch zweimal nach Bebenhausen zurückkehren: während des Augsburger Interims (1548) unter Abt Sebastian Lutz (1547–1560), der der letzte katholische Abt war und dem mit Eberhard Bidembach der erste evangelische Abt folgte, und während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) von 1629 bis 1632 und ab 1634. Nach dem Westfälischen Frieden (1648) war es dann vorbei mit dem katholischen Kloster in Bebenhausen. Schon 1556 war wie in zwölf anderen württembergischen Männerklöstern eine evangelische Klosterschule eingerichtet worden. Zahlreiche herausragende Persönlichkeiten besuchten diese Schulen, in Bebenhausen etwa der Philosoph Friedrich Wilhelm Joseph Schelling. Die Schule wurde 1807 mit der Klosterschule in Maulbronn vereinigt. Das evangelische Kloster wurde 1806 säkularisiert. Schloss Jagdschloss Bebenhausen um 1900 Da das Kloster direkt im Schönbuch, einem ausgedehnten Wald- und Jagdgebiet, liegt, nutzten die württembergischen Landesherren zunächst das Abthaus des ehemaligen Klosters als Jagdschloss. Im Jahr 1812 hielt König Friedrich von Württemberg hier das "Dianenfest" ab, bei dem Hunderte von gefangenen Tieren vor der Hofgesellschaft vorbeigetrieben und abgeschossen wurden. Ein Bild von dieser Jagd befindet sich im Residenzschloss Ludwigsburg. Ab 1864 wurden die Klostergebäude östlich der Klausur als Schloss genutzt. Als König Wilhelm II. von Württemberg im November 1918 abdankte, zogen er und Königin Charlotte in das Schloss Bebenhausen. Nach seinem Tod im Oktober 1921 wurde der Leichenzug des ehemaligen Königs seinem Wunsch gemäß um die Residenzstadt Stuttgart herum nach Ludwigsburg geleitet. Herzogin Charlotte, die ehemalige Königin, wohnte bis zu ihrem Tod im Jahr 1946 in Bebenhausen. Landtag Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in Bebenhausen Landtag und Landesverfassung des Landes Württemberg-Hohenzollern (bis 1952) begründet. Teile der Abteianlage wurden als Archiv, Depot und Landtag für Württemberg-Hohenzollern genutzt.