Bushaltestelle, Bauwerk am Straßenrand

Zunächst war da nur eine einfache Straße im Faller Car System. Diese sollte, da unser Fuhrpark auch Busse umfasst, mit einer entsprechenden Haltestelle bestückt werden.

Die Technik mit selbst gebauten Servoweichen war relativ schnell umgesetzt und funktionell erprobt. Nun fehlte nur noch ein kleines Gebäude, welches in die entsprechende Umgebung nahe eines Klosters im ländlichen Raum passt.

Es gäbe da was, aber ....

Nix entsprach dem, was unseren Vorstellungen entsprach, weswegen wir uns einen aussuchten, der es richten sollte.

Einfach sollte sie sein, dem wartenden Reisegast Wind- und Regenschutz bieten und sonst nichts. Spartanisch, praktisch, gut fast so einfach wie die Schokolade aus dem schwäbischen Hause Ritter.

Bauplan

files/bilder/aktivi/basteln/bushalte/BushalteGrundriss.jpgEinen Bauplan gibt es zunächst nicht, sondern nur eine skizzierte Idee.

Das kleine Gebäude soll im Prinzip wie ein Bretterverschlag gebaut und mit einem Pultdach aus Ziegel bedeckt werden.

Die Abmessungen sind in der Grundfläche 60 x 25 mm.

Die Höhe im Durchgangsbereich liegt bei 30 mm und im hinteren Bereich bei 25 mm.

Bretter, Bretter, Bretter ...

Die benötigten Bretter wurden einfach mit einer kleinen Kreissäge von Proxon auf eine Dicke von ca 0.5 - 1,0 mm gesägt.

files/bilder/aktivi/basteln/bushalte/Bushalte1000.jpgDas Ausgangsmaterial ist eine Kierferleiste vom Baumarkt mit den Abmessungen: 3x10x1000 mm.

Mit einem "neuen" Sägeblatt werden ca. 1mm dicke Bretter gesägt. Die Kanten können mit feinem Schmirgel oder mit Stahlwolle gebrochen werden.

Anschließend werden, je nach Breite des Unterstandes, 15 - 20 Bretter auf eine Länge von 25 mm mit einem Cuttermeser gekürzt. Diese Bretter bilden die Rückwnd der Bushaltestelle.

Klebeband und rechter Winkel

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Um die Bretter rechtwinkelig aus zu richten gibt es einfache Hilfsmittel. Ich habe eine kleine Holzleiste als Anschlag auf einer Montageplatte fixiert. Darüber ist ein Abklebeband geklebt.

Der Trick besteht darin, dass die Klebeseite nach oben zeigt.
Als Anschlag wird ein Geodreieck auf dem Klebestreifen angelegt. Nun können nach einander die einzelnen Holzbretter mit einer Pinzette angereiht werden.

Da die einzelnen Bretter auf dem Klebeband relativ rutschfest stabilisiert sind, kann die Wand in einem Rutsch auf die gewünschte Länge vorbereitet werden.

 

Balken

files/bilder/aktivi/basteln/bushalte/Bushalte1006.jpgAuf die fixierten Latten können nun die Querbalken geleimt werden.

Die Balken die hier Verwendung fanden haben einen Querschnit von ca. 1.5 x 1.5 mm.

An der Rückwand wird der untere Querbalken mit seiner Oberkante ca. 5 mm von der Unterkante ausgerichtet.
Damit entsteht eine Anlegekante für die später einzuleimenten Sitzbank.

Vom oberen Rand sollten ca. 2 mm Luft bleiben.

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Die beiden Seitenteile werden analog zur Rückwand verleimt, wobei die unteren Leisten unten bündig und die Oberen im Abstand von ca. 20mm von der Unterkante angeleimt werden.

Dabei sollten die Balken etwa 1 mm Abstand zur hinteren Kante halten. Dadurch können die Seitenteile am Stoß zur Rückwand bündig verleimt werden.

An der oberen Vorderkante ist ebenfalls ein Balken zwischen der linken und rechten Außenwand ein zu kleben.

Zur winkeligen Ausrichtung dient ein herkömmlicher Anschlagswinkel.

 

Leben durch Farbe und Figuren

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Das Dach ist ein einfaches Ziegeldach aus Kunststoff, wie es überall als Kunststoffspritzling erhältlich ist.

Die Grundfarbe des in abgewandelnder Bauart auch als Schuppen verwendbaren, Bauwerkes ist Braun bzw. Zigarrenbraun. Im voliegenden Modell wurde einfache Dispersionsfarbe verwendet.

Zunächst wurde leicht wässriges, verdünntes braun aufgestrichen. Danach erfolgte in Dry-Brush-Technik ein Finish mit weißer Farbe. In gleicher Technik wurden die unteren Kanten mit Umbra eingefärbt. Dadurch entsteht ein leichter, natürlicher Moosbewuchs.

 

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Das kleine, unscheinbare Gebäude am Rande des großen Moduls unseres Klosters Bebenhausen zeigt durchaus seine stimmungsvolle Wirkung.

Wer weiß schon wie viele Fahrgäste hier noch auf die richtige Verbindung warten werden.

Ungeachtet dessen, zu was unser großes Vorbild genötigt wird, bei uns ist der Kunde, sprich Fahrgast, noch König.

Wir sorgen für einen witterungsgeschützten, entschrechend den Umständen bequemen Wartebereich und pünktlichen Fahrbetrieb.